Ausflüge

Der letzte Eintrag ist schon über einen Monat her. Die Zeit vergeht hier leider wie im Flug.

Im Laufe dieses Monats habe ich Trips nach Los Angeles, dem Grand Canyon und Las Vegas gemacht. Kleinere Stops an diversen Ecken waren unter anderem: Newport Beach, Laguna Beach und der Hoover Dam.

Nebenher war ich – und gehe immer noch – fleißig in die Uni. Jetzt sind gerade Midterms (Zwischenprüfungen) angesagt, also heißt es lernen, lernen, lernen. Hier in den USA gibt es neben dem Stoff aus dem Unterricht auch noch Bücher und andere Artikel, die man in seiner Freizeit durchlesen muss. Mit reinem Aufpassen im Unterricht ist es leider nicht getan.

Los Angeles

Vom 26. bis zum 29. September gings nach Los Angeles, zum zweiten Mal, nachdem ich 2010 schonmal da war. Ich muss sagen, diesmal hat es mir um einiges weniger gefallen. Man hört immer “Hollywood”, “Stadt der Engel”, “Beverly Hills”, “Promis und Stars”, “Reiche und schöne”, aber was man wirklich findet sind hauptsächlich Staus. Viele Staus. Es gibt dort so viele Autos, es ist unfassbar. Und egal wann und wo man hinwill, immer ist der Weg leider der Großteil der Reise. Abgesehen davon leidet die Stadt an einer riesigen Kluft zwischen arm und reich. Fährt man 20 Minuten ist man von unbezahlbaren Villen in Beverly Hills in einem armen Block rund um Hollywood, wo Obdachlose versuchen mit Betteln über die Runden zu kommen.

Da ich mit zwei Leuten da war, die zum ersten Mal in LA waren, haben wir die typischen Touri-Attraktionen abgeklappert: Santa Monica (schön), Venice (ist mir zu “Touristisch”), Griffith Observatorium (sehr cool), Walk of Fame (langweilig) und die Universal Studios (auch zum 2. Mal wieder geil).

Highway #1

Der Highway #1 läuft von Nordkalifornien bis runter kurz vor San Diego. Und man sagt, es ist einer der schönsten Straßen überhaupt. Fährt man richtung Süden, so hat man rechts den Pazifik und links Berge, schöne Küstenstädte, krasse Landschaften und unbeschreiblich schöne Kulissen. Wir haben auf dem Rückweg von LA nach San Diego diesen Highway genommen und für mich war dies wohl das Highlight des Trips. Der Highway führt dich durch gehobene Küstenstädte wie Huntington, Newport und Laguna, die aus diversen TV-Shows wie, “O.C. California” (“The O.C”), bekannt sind. Klippen, Strände, Villen, Palmen… Wörter können diese Strecke nicht wiedergeben, und der Weg von LA nach San Diego ist nur ein Bruchteil dessen, was einen erwartet, wenn man vom Norden, in der Nähe von San Francisco, den ganzen Highway nach Süden fährt. Nach Norden ist natürlich auch schön, nur ist der Pazifik dann auf der linken Seite und man fährt natürlich auf der rechten Seite.

Grand Canyon

Wow. Dieses Wochenende stand endlich ein lang ersehnter Roadtip an. Nach einer 8, 9 oder 10-stündigen Fahrt (wer achtet schon genau auf die Uhr) sind wir endlich angekommen. Wir hatten einen coolen 7-Sitzer für unseren San Diego-Grand Canyon-Vegas Roadtrip gemietet und sind abwechselnd gefahren. Ich habe (ungefähr) die Schicht von 5 bis 7 übernommen und dürfte so den Sonnenaufgang in Arizona genießen. Unsere Fahrt führte uns von Californien nach Arizona, durch eine relativ “grüne” Wüste, an den Grand Canyon, von dort weiter nach Las Vegas, in den Bundesstaat Nevada, mitten in die richtige Wüste.

Jeder hat sicher schon Bilder oder Videos von dem Grand Canyon gesehen, aber live vor Ort zu sein, ist nochmal etwas ganz anderes. Die Natur ist dort einfach extrem beeindruckend. Da hat man schon etwas bammel und einem wird ganz heiß, wenn man auf der Suche nach coolen Motiven, über die Steine an den Abgrund klettert. Aber hey, was tut man nicht alles für schöne Bilder. Gibt wohl auch schlimmere Wege, sich zu verabschieden, als den Grand Canyon runterzufallen. Auf jeden Fall steht dieser Ort auf der “Lebens-Todo-Liste”. Genau wie der nächste Punkt! :)

Las Vegas

Einfach ein abgefahrener Ort. Wir waren natürlich nur auf dem Strip, dem Las Vegas Boulevard, DIE Hauptstraße schlichthin. Hotels, Casinos, Animateure, Junggesellengruppen, weltbekannte Restaurants, fette Karren, Musik, Lichter, millionen Impressionen und Reize die auf einen wirken… das ist Las Vegas. In Las Vegas gelten einige besondere Regeln: Trinken auf den Straßen erlaubt. Clubs, Bars etc. machen nicht um 1:30 bis 2:00 zu, sondern eher gegen 5:00. In Casinos kann man Flatrate-Trinken (alkoholisch und nicht-alkoholisch), solange man spielt. Allerdings sollte man $1 an Trinkgeld geben, sonst kommt die Bedienung erstmal nicht so schnell wieder.

Ich habe rund $50 miese gemacht, aber hatten einen heiden Spaß. Wir waren in abgefahrenen Clubs und haben in der zweiten Nacht sogar Jennifer Lopez und Bruno Mars im Club gesehen, umringt von Bodyguards im VIP-Bereich. Das ist eben Vegas. Einer aus unserer Gruppe hat einen Automaten-Jackpot von $9000 geknackt und ein Kumpel hat $800 im Pokern gewonnen. Einfach ein abgefahrener Ort mit vielen Erlebnissen. Cooles Wochenende mit coolen Leuten :)

Wir waren übrigends zwei Nächste im 5-Sterne Hotel “Trump International”. Sowas von abgefahren. Die Veranstalter des Ausflugs bekommen “gute Deals” vom Hotel und können alle Mitfahrer in Suits einquartieren. Die Vortrinkparty war dann im 62. Stock im Penthouse. Sowohl Suites als auch Penthouse hatten unglaublich gute Ausstattung und Blick auf den Strip. Unser Zimmer war im 54. Stock, stellt euch also den Ausblick vor, oder schaut euch die Bilder an…

Zu den Bildern geht’s hier lang

In den nächsten Wochen wird Mexico besucht, genauer gesagt Tijuana. Der Ort, an den die Amis gehen, wenn sie unter 21 sind und ohne Probleme Party machen und Alkohol trinken wollen. Mal sehen ob wir lebend zurückkommen. Ich hoffe, ich kann jetzt mal wieder öfters etwas schreiben, um euch auf dem Laufenden zu halten.